Zum Geburtstag ein Münter-Porträt

 

 

25 Jahre Schloßmuseum Murnau: Förderverein kauft Hinterglasbild der Künstlerin Rita de Muynck

 

Murnau - Sein 25-jahrige Bestehen hat das Schloßmuseum mit der ganzen Marktgemeinde mit einem buten Fest gefeiert.  Zuvor aber wurde das Museum selbst beschenkt - und zwar von seinem Förderkreis.  Dieser hat ein Hinterglasbild der in Schlehdorf lebenden und wirkenden Küntslerin Rita de Muynck, das Gabriele Münter portraätiert gekauft.  Nit einigen Strichen fast ein wenig abstrahierend, hat sie den Kopf der Malerin charakteristisch getroffen und ihn vor einen knalligen orange-roten Hintergrund gesetzt.

 

Der Förderverein hat sich ein Jahr nach dem Museum also 1994 gegründet.  Sein Ziel: "Den Markt Murnau in seiner kulturellen Verantwortung zu unterstützen, den Bürgern Zugang zu Werken der hier lebenden Künstler zu ermöglichen".  Seither haben die mittlerweile mehr als 800 Mitlgieder dafür über 540.000 Euro aufgebracht, wie der Vereinsvorsitzende,  Dr. Michael Rapp, mit Stolz vermelden kann.

 

Das neue Münter-Porträt hat nun einen Ehrenplatz in der Hinterglas-Abteilung des Museums gefunden und kann sich vor einer schwarzen Wand bestens entfalten.  Dass damit eine weitere Verbindung zum oben im Haus un tergebrachten Bereich, der sich mÜnter und den Malern des "Blauen Reiter" widmet, hergestellt ist, freut Museumsleiterin Dr. Sandra Uhrig ganz besonders.  De Muynck hatte zahlreiche Käuferanfragen für ihr 2008 entstandenes Werk erhalten, die Interessenten aber immer wieder vertröstet.  Bis Sandra Uhrig vergangenen Herbst das Schlehdorfer Atelier besichtigte und sofort wild entschlossen war, diese originelle Münter-Porträt für das Schlo0museum zu erwerben.  De Muynck empfand dieses als angemessene neue Heimat für ihr Werk, das ihr sehr am Herzen liegt, und willigte ein.

 

Mit Gabriele münter habe sie sich seit vielen jahren intensiv beshcäftigt, erzählt die Künstlerin.  "Sie hat mir immer schon imponiert mit dieser Kühnheit, diesem unverletzlichen inneren Kern, den man in ihr spürt, aller Schicksalsschläge zum Trotz."  Den Förerkreis stellt Uhrig dann quasi vor vollendete Tatsachen, indem sie erklärte, dieses Bild mache sich im Museum außerordentlich gut.

 

Mit dieser "charmanten Impertinenz", sagte Rapp, gelinge es ihr eben immer wieder, neue Schätze für das Museum zu gewinnen.  Nun stehen Letierin und Malerin bei zufrieden vor dem neuen Standort des ins Auge fallenden Porträts.  "Ich finde, sie schaut nach innen - und nach außen zugleich", lautet de Muyncks treffende Beschreibung.

 

Sabine Näher - Mürnauer Tageblatt, 31. 07. 2018
 

Montag, August 20, 2018
item1